WINGS ist ein Ort der Begegnung für Menschen in jedem Alter, die ihrem innerlichen Streben nach Wachstum, Entwicklung und Evolution gemeinsam nachgehen wollen. "Schule" versteht sich hier in ihrer ursprünglichen Übersetzung aus dem Griechischen als "Muße" und "freie Zeit". Aus eigener Freiheit und Verantwortung zusammenkommende Menschen organisieren sich nach Prinzipien von "Holakratie".

 

"Als Kultur beinhaltet Holakratie eine mehrfache Umorientierung:

Von strategischem Denken und Planen zu dynamischer Lenkung und Steuerung

An die Stelle von Kontrollansprüchen – und damit eines (impliziten) Misstrauens (Englisch “predict & control”) tritt die kybernetische Vorstellung dynamisch fließender Prozesse und das Vertrauen in die vielfältigen Intelligenzen des Systems und seiner Mitglieder.

Vom Einzelmenschen (und dessen Ego/Ich) zum gemeinsamen Projekt (Wir)

Der Einzelne wird daher nicht als isoliertes Individuum oder anonymer Teil eines Kollektivs betrachtet, sondern als Holon (A. Koestler), d.h. als eigenständiger und meist für einen bestimm- ten Bereich auch eigenverantwortlicher Teil eines größeren Ganzen. Folglich geht es nicht dar- um, Einzelinteressen durchzusetzen, sondern die beste Lösung für das Ganze zu finden. Zugleich wird die Rolle der/des Einzelnen/Funktionskreises/Holons innerhalb der Organisation dadurch aufgewertet, dass seine/ihre jeweilige Perspektive als Fachmann/-frau, Rollen- oder Funktionsinhaber/in als unverzichtbare Informations- und Datenquelle verstanden und als solche systematisch in die Prozesse der dynamischen Steuerung integriert wird.

Von Hierarchie zu Holarchie, von (Hierarchie-) Positionen zum Denken in Rollen und Verantwortlichkeiten

So können komplexe Holarchien (mehrstufig verschachtelte Kompetenzhierarchien) an die Stel- le traditioneller vertikaler Verdienst- oder Positionshierarchien treten. Strukturen werden flexi- bel und fließend. An die Stelle der Frage: “Wem gegenüber bin ich verantwortlich/was darf ich (nicht)?” tritt die Frage: “Wofür bin ich verantwortlich/Was kann ich zum Wohl des jeweiligen Holons beitragen?” Rollen und Verantwortlichkeiten werden dabei stets gemäß Kompetenz für konkrete Aufgaben vergeben. Dies klärt Erwartungen und schafft Transparenz.

Integrale Führung = intelligent ausgerichtete Koordination (facilitation, s.u.)

Wo nicht Positionen besetzt, sondern Rollen situativ und bedarfsangemessen vergeben werden, verteilen sich Führungsaufgaben stets auf mehrere, wechselnde Schultern. Integrale Führung bedeutet daher Rollenverantwortlichkeit und die Kompetenz, (ähnlich der Kunst, ein Orchester zu dirigieren) das (Zusammen-) Fliessen kollektiver Intelligenzen zu ermöglichen und im Blick auf die gemeinsame Ausrichtung konstruktiv zu kanalisieren. Getragen von einer solchen Kultur „führt“ sich die holakratische Organisation letztlich gleichsam selbst." (Dr. Elke Fein, Institut für integrale Studien, www.ifis-freiburg.de, Kontakt: info@ifis-freiburg.de, November 2011) 



Ort der Begegnung

 

Begegnung mit dem Lernmaterial;

Begegnung mit der Natur;

Begegnung mit Menschen

Ort der Gestaltung

 

Herstellung des Lernmaterials, Gestaltung und Instandhaltung des Schulgebäudes sowie  Gartenpflege gehören zu laufenden Aufgaben der Schüler.

 

 

 

Im Lernen leben,

im Leben lernen 

 

Bei uns gibt es keine "Arbeit" und schon gar keine "Freiarbeit". WERKEN ist die Tätigkeit eines freien und schöpferischen Menschen. 


 

HERKUNFTSWÖRTERBUCH
"Arbeit" körperl. oder geistige Betätigung  ♦  mhd.  arebeit,  ahd.  arabeit; das  germ.  Wort araþi „Mühsal, Plage“ hat erst im Neuhochdeutschen die Bedeutung einer Tätigkeit mit Wert und die Bezeichnung der Arbeit als Beruf gewonnen; vergleichbar ist auch der  slaw.  Begriff rabota „Sklaverei“, das auf  altkirchenslaw.  rabu „Knecht, Sklave“ zurückgeht"  (http://www.wissen.de)